IkGIS-Cham  Kostenverteilung beim Aufbau und Betrieb eines GIS

Allgemeines zur Kalkulation von GIS-Kosten

Man muss berücksichtigen, dass die Kosten für die Hard- und Software deutlich gegenüber den Investitionen in Personal und Daten zurücktreten. Personal muss für die Bedienung und die Administration des GIS ausgebildet werden.

Der eigentliche Wert und Kostenfaktor sind jedoch die eigenen Daten, die einem kein Hersteller liefern kann. Sie stellen langfristig den größten Wert dar, auch wenn dies immer wieder unterschätzt wird. Es geht hier sowohl um GeoFachdaten als auch um Methoden, die beide mühsam und zeitaufwändig zu erfassen und zu testen sind. GeoBasisdaten müssen i.d.R. konvertiert und nachbearbeitet werden und kosten meist Gebühren. Die sog. GIS-Kostenpyramide macht dies deutlich:

Kostenpyramide

Kostenpyramide der grafischen Datenverarbeitung

(Quelle: UNI Hanniver)

 

Bei einer GIS-Einführung ist diese Pyramide umzudrehen, denn die folgenden Fragen sind hierbei in der angegebenen Reihenfolge zu beantworten:

  1. Welche Daten und Methoden sind nötig bzw. vorhanden?

  2. Ist geeignetes Personal für Bedienung und Administration vorhanden? Ist das Personal motiviert für GIS?

  3. Welche Software erfüllt die Ansprüche der ggf. vorhandenen Methoden und des Personals?

  4. Welche Hardware wird benötigt, um die Software zum Laufen zu bringen?