IkGIS-Cham  Der Grundgedanke des IkGIS-Cham

Prämissen

Das Leitbild für die Verwaltung des Landratsamtes Cham hat einen frühzeitigen Einstieg in die GIS-Technologie nahe gelegt

Hierin wurde u.a. gefordert:

  • Nutzung moderner IuK-Technologien
  • Das Landratsamt, ein modernes Dienstleistungsunternehmen
  • Optimierung der Effizienz und Qualität
  • Hochwertige IT-Arbeitsplatzausstattungen
  • Erleichterung der täglichen Arbeit der Mitarbeiter

Ferner legt das Landratsamt Cham bei E-Government-Projekten zur Optimierung der kommunalen Organisationsstrukturen grundsätzlich auf interkommunale Gesamtkonzepte wert. Dieser Ansatz wird bereits seit der Einführung des Kommunalen Behördennetzes (KomBN) 1998 mit Nachdruck verfolgt.

Zielsetzung

Die Einführung des IkGIS-Cham sollte auf die Optimierung der Geschäftsprozesse für und zwischen Landratsamt und Gemeinden bzw. anderen Behörden zielen. Zudem sollte das System der besseren Darstellung der Kommunalverwaltungen gegenüber dem Bürger und der Kommunikation mit diesem dienen.

Konzeption und Realisierung

Die Kooperationslösung als Schlüssel zum Erfolg

Im Landkreis Cham wird eine flächendeckende Kooperationslösung als der "Schlüssel zum Erfolg" für GIS in Gemeinden und Landkreisen angesehen.

Betriebsmodelle zur GIS-Einführung in Kommunen
Mögliche Betriebsmodelle zur GIS-Einführung in Kommunen

Dynamischen Stufenkonzept

Es finden mehrere individuelle Stufen-Ansätze anwendung. Dabei übernimmt der Landkreis neben klassischen Beratungsfunktionen auch folgende Aufgabenbereiche:

  1. Der Landkreis ist GeoBasisdaten-Dienstleister 
    (Daten-Servicestelle)
  2. Der Landkreis ist GeoFachdaten und -Fachanwendungs-Dienstleister für externe Datenbestände
    (Daten-Servicestelle)
  3. Der Landkreis ist GeoFachdaten und -Fachanwendungs-Dienstleister für kommunale Datenbestände
    (GIS-Servicestelle)

Dieses interkommunale System sorgt dafür, dass die wertvollen GeoDaten zum Landkreis Cham von allen Beteiligten sinnvoll und effizient genutzt werden können. Der Landkreis unterstützt dabei Kooperationen mit den bereits vor Ort tätigen Ingenieurbüros und hilft bei der notwendigen Abklärung bzgl. Datenstandards und Schnittstellen, damit Datenbestände ohne Verluste und mit minimalem Aufwand übernommen bzw. übergeben werden können.

Gemeinsame Ziele

Das Landratsamt deckt für die kreisangehörigen Gemeinden und Zweckverbände gemeinsame Aufgaben ab:

  • Beratungsfunktionen (Beratung, Schulung und Consulting)

  • Clearingstelle für Hardware-, Software- und Datenbezug/-Erfassung

  • Koordination von technischen Problemstellungen (Datenformate, Schnittstellen, etc.)

  • Koordination von GIS-Betreibermodellen, -Projekten und -Anwendungen

  • GeoBasisdaten-Dienstleister (Daten-Servicestelle)

  • GeoFachdaten und -Fachanwendungs-Dienstleister (GIS-Servicestelle)

Damit konnten binnen weniger Jahre landkreisweit homogene Hardware-, Software- und Datenstrukturen erreicht werden. Abhängigkeiten von Dritten wurden weitgehend minimiert. Die Koordination und das Know-how verbleiben dauerhaft im Landkreis bei der Verwaltung.

Gemeinsame Kostensenkungen

Ein Haupthemmniss bei der GIS-Einführung war die Vermutung der beteiligten Stellen, langfristig hohe und schlecht kalkulierbare Kosten tragen zu müssen. Diese Bedenken konnten ausgräumt werden.

  • Die System- und Personalkosten werden über die Kooperationen erheblich reduziert.
  • Die Datenkosten werden durch verhandelte Rahmenvereinbarungen mit den Datenanbietern maßgeblich gemindert.
  • Die Fachdatenerfassung bleibt eigenverantwortlich bei den einzelnen Kommunen. Das zugehörige Kostenmanagement bleibt dadurch transparent in der eigenen Hand.